Nein, mein Herz gehört dem Fiat 500. Heute aber ist mir zum ersten Mal ein Nissan Figaro über den Weg gelaufen oder eher ich an ihm vorbei. Ein perfektes Beispiel für Modernität im klassischen Design. Ein Spielzeug für die Zurückblickenden mit Rechtslenkung. Also unpraktisch. Eigenwillig.
Archive for the ‘Alltag’ Category
Seinerzeit? Ihrerzeit.
Dienstag, März 8th, 2011ein Zimmer für sich allein und ein wenig Auskommen braucht die Drau zum Schreiben, hat uns V.W. empfohlen.
Jetzt reicht vielleicht ein eigener Blog? unbegrenzt und demokratisch sind die virtuellen Möglichkeiten. Oder vielleicht doch beliebig und stumm ob der Masse. Der Schwarm zieht weiter; setz mal lieber ein suchmaschinenoptimiertes Schlagwort ähm Tag. Das mag der Schwarm. Halte dich mal lieber zurück mit deiner Meinung.. weißt schon.. nicht so böse sein sonst kommt keine Stimmung auf oder willste am Ende ein Aktivbürgertroll sein?
Happy Frauentag.
Hackstrick
Mittwoch, Dezember 1st, 2010Es gilt als staubig und taucht immer wieder mal…nach jahrzehntelangem Stirnrunzeln als sogenannte Trendbeschäftigung auf. Fotoliebhaber, oder solche, die es gern sein wollen – Experten – lassen über ihren Digitalquark mal eben einen Effekt, oder sollte ich gleich App sagen ?, rauschen. Beim Stricken ist das nicht so leicht. Da kommt die Langsamkeit ins Spiel. Handgestricktes kann mühsam sein. Man ist motorisch abgelenkt. Keine Zeit zum Mailschecken nebenbei. Fernsehen wird teilweise zum Hörspiel. Es klappert leise. Gesellschaft ist erwünscht aber nicht nötig. Können ist nötig. Können oder der Mut zum Bruch oder zur Individualität. Wie sollte aber nach all der Handstricklangsamkeit nicht der Wunsch nach schneller Realisation all der ersonnenen Strickprojekte entstehen.
Wie man eine Strickmaschine hackt zeigt eine selten so umfassend gesehene Verschmelzung von analogem Strickpotential und digitalen Vorlagen. Wäre es nur so einfach, den Chip einer solchen Maschine zu manipulieren und in Terminal Codes hin und her zu kopieren. Ich bin beeindruckt und wünschte mir etwas von diesem Wissen…und natürlich die Maschine
Echt wie unecht
Sonntag, September 5th, 2010Im Film findet sich so manche Szene die echt ist aber nicht so aussieht. Es gibt diesen Ansatz, dass das Gefälschte normalerweise spürbar ist. Manchmal aber sieht das Echte ebrn unecht aus. Wie dieser Pilz hier.
Unvergessen
Samstag, August 7th, 2010So manches Mal waren wir auf Jükk. Würde er wohl sagen. Ich lernte ein Getränk namens U-Boot kennen und saß mit ihm in der Vorlesung zum Französischen Surrealismus. Tja. Es gab Spaghettiabende und kollektives TV-Konsumieren. Dann und wann übten wir das spontane Überraschtsein. Es war nie langweilig und auch nicht oberflächlich. Jetzt wohnen wir schon lang nicht mehr in einer Stadt und studieren auch nicht mehr. Das unerhörte Gefühl, uns gehöre die Welt ist weg. Trotzdem gibt es bei jedem Treffen den ein oder anderen Erinnerungsausflug.
Beide sind wir Frankreichfreunde geblieben. Jeder auf seine Weise. Lang’ haben wir uns jetzt nicht gesehen. Aber jedesmal in Rotterdam gehe ich an diesem Café Timmer vorbei und denke, da würden wir wohl auch eine Rast machen. Gerade weil diese komischen Orte den wahren Charme einer Stadt versprühen – können.
Tierbeobachtung im Internet
Freitag, März 26th, 2010Soll ich lachen oder weinen? Soll ich entzückt sein oder angewidert? Stundenlang kann ich Tiere beobachten. Kein Problem. Es passieren immer wieder kleine Dinge. Auf der Weide, in der Geestlandschaft woauchimmer. Jetzt habe ich The Owl Box entdeckt. So ganz bin ich nicht dahinter gestiegen. Aber eine Eule oder ein eulenähnlicher Vogel wird da in Echtzeit in seinem kleinen Leben in der kleinen Holzbox gezeigt. Es brütet, putzt sich und frisst. Jetzt weiß ich, dass es da gleichzeitig mit mir lebt. Wäre doch egal. Das machen andere auch. Trotzdem wird mir das plötzlich wichtig. Muss die Eule immer wieder auf der Seite besuchen. Sie weiß ja nicht, wie viele sie beobachten. Ist sie verängstigt?
Saditje
Sonntag, Januar 31st, 2010Busfahrten empfinde ich meist als lästig. Zumindest Linienbusse. Da kommt kein Reisegefühl auf, sondern das schale Gefühl von “AufindieFischfabrikGenossen”. Bin also im Omnibus der Uni-Schnöselviertel-Gewerbegebiet-Sozialbau-undzurück in Richtung zurück unterwegs. Der Sitz ist von der Art, wie es Reisende mit Gepäck mögen: ein Platz – aber breiter. Nun wird es voll und eine russische Mitfahrerin kommt samt Kind in die Nähe. Jetzt fängt die russische Berieselung an. Verstehe nur Brocken. Wenn sie wüsste, dass ich born in the GDR bin … Die resolute Mutti bringt mich sogar dazu, meinen Rucksack gegen einen ängstlichen Jungen an meiner Seite zu tauschen. Kaktebjaszowut hätte ich mich fast beim Kind eingeschleimt, aber nur fast. Reisestille. Irgendwann aber wird ein neuer breiter Platz frei. Für mich von La-Mama reserviert.
Ende gut.
Schierbroker Schneegesicht
Montag, Dezember 21st, 2009Wenn man in der Stadt lebt und die Waldsehnsucht kommt. Was tun? Der Winter präsentiert sich am goldenen Tag der Woche, der Sonnabend für jene heißt, die sich im Vierzigstundenbüroangestelltendasein wiederfinden. Ein kalter Tag. kein Auto. Harz, Oldenburg, Hude oder Verden sind verworfen. Nach Schierbrok geht es. In die ländliche Gegend bei Delmenhorst. Der harte Winter schlägt zwar zu, doch das Authentische beginnt schon beim tiefen Schritt, der vom Zug zum Bahnsteig nötig ist. Alles in Ordnung hier. Ponys kauquietschen den Rasen. Ein Steingrab zweigt sich bei Stenum.
Und das Schneegesicht:
In Sand gebaut
Dienstag, November 24th, 2009Im traurigsten Einkaufszentrum der Welt, na zumindest im traurigsten Einkaufszentrum der Freien Hansestadt Bremen spielt das richtige Leben.
Wieso sonst sollte es traurig sein? Hier sind Freiflächen und tote Winkel, keine Aktionsoptimierung aber: eine Sandskulptur. Das Hansa Carré appelliert an die gläubigen Christen oder erinnert zumindest an das bald bevorstehende Weihnachtsfest. Ein Sandarrangement inmitten von Super-Angeboten, Restposten, Massagesesseln, Billigrädern. Ist bestimmt nett gemeint.






