Monthly Archives

Dezember 2014

Inspiration

Hausschuhe finish

Ach die Hausschuhe waren noch zu monoton. Glücklicherweise waren noch Perlen aus einem vergangenen Perleneinkauf vorhanden. Die habe ich noch eben aufgestickt:

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Allerdings kam die Stopperproblematik noch auf mich zu. Ich habe einfach Sohlenlatex gekauft und ein mehr oder weniger gleichmäßiges Muster auf die Sohlen getupft. Erinnert ein wenig ans Backen.
Hmm.
Jetzt ist es fertig und die Anprobe hat ergeben: zu klein! Da muss ich eine neue Runde loslegen. Also trotz vorbildlicher Filzprobe und sorgfältigen Schritten, ist es zu klein geworden. Aber: ich werde es wieder tun. Und: es wird sensationell!

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Alltag

Dreimal Butter

Mir ist dieser Einkaufszettel zugeflogen. Ich bin entzückt. Es kann sich nur um eine geplante Backtat handeln. Nebenbei wird da noch die ein oder andere Gurke und ja Tomate und Balkan? Gekauft. Dreimal Butter lässt tief blicken. Für Kokosmakronen bräuchte man nicht so einen Aufriss machen. Hier geht es um mehr. Da ist Hefe im Spiel. Sind es mehrere Projekte oder doch nur ein schrilles Backprojekt, was eigentlich in Irgendeinemland schon immer die Oma in der Adventszeit gemacht hat.
Hoffentlich hat alles geklappt und der Zettel ging erst nach dem Einkauf verloren.

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Inspiration

Revolver 31

Revolver 31 ist raus. Jetzt im Briefkasten gelandet. Nicht mal mein Abo. Ich schnappe mir das Heft und lese die Buchstaben weg. So als ob der Erstlesende, die Erstlesende das Heft beschlagnahmt.
In der Ausgabe 31 gibt es viele interessante Themen. Eigentlich will ich zunächst über Günter Stahnke lesen. Filmproduktion in der DDR-Diktatur. Aber der Drehbuchautor Razvan Radulescu im Interview hält mich gefangen. Ich mag diese langen Intervies. Radulescu erzählt von seinen Anfängen als Filmemacher. Ja so nebenbei. Die Art, wie Geisteswissenschaften studiert wurden. Ich habe überhaupt keine Ahnung von der rumänischen Filmszene der 80er und 90er Jahre aber das Interview im Revolver macht Bock mehr zu erfahren. Und: das Heft sieht mal wieder grandios aus.

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Alltag

Vanillekipferl

Diese Kipferl. Kann nie genug von denen kriegen. Weil ich sie so liebe, backe ich sie so gern. Ich hatte die Super-Phase, in der die Vanillekipferl sich in der Größe mit Mandelhörnchen hätten messen können. Ich hatte die Mini-Phase, in der ich minutiös winzige Kipferl formte und jetzt bin ich ich irgendwo dazwischen. Vielleicht geht es jetzt noch mal um andere Zutaten.
Unlängst habe ich allergikerfreundlicherweise das Nussmehl durch Kokosflocken ersetzt.
Hier das Rezept:
180g Mehl, 70g Kokosflocken, 125g Butter, Salz, 50g Rohrohrzuckerr, 1 Ei, vanillierter Staubzucker

Einen Mürbeteig aus Mehl, Kokos, Butter, Salz, Zucker und Ei kneten. Teig kalt stellen und 20 Minuten rasten lassen. Dann Hörnchen in beliebiger Größe formen und auf einem gefetteten Blech goldgelb backen. Heiß in vanilliertem Puderzucker wenden. (Ich stelle den Staubzucker immer mit einer alten elektrischen Kaffeemühle und Rohrzucker her. Hier einfach noch eine Packung Vanillinzucker dazugeben und fertig ist der vanillierte Zucker.)

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Alltag

Hausschuhe gefilzt

Strickanleitungen sind für mich in den meisten Fällen unverständlich. Nun musste doch irgendwas mit der Filzwolle geschehen. Die Vorarbeit, also das aufribbeln und die Filzprobe sind getan. Jetzt also das Modell, was ohne Rundstricknadeln auskommen soll und schnell gehen muss. Ich bin ein ungeduldiger Mensch.
Ich stricke einfach ein Ysilon. Das Strickstück teilt sich irgendwann in der Mitte und bildet die Seiten und den Hacken.

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Nach dem Zusammennähen geht es in die Waschmaschine. Trommelwirbel.

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Style

Aufgeribbelt und doch gefilzt

Was soll ich damit machen? Eine Freundin kaufte sich Wolle für einen Schal. Erst als er fast fertig war, ist ihr aufgefallen, dass es Filzwolle war. Ohje. Der wird niemals waschbar sein, es sei denn, man mag so einen Schal in Brettform. Beim Waschen filzt diese Wolle extrem. Ist ja auch dafür gedacht.
„Kannste haben“ sagte sie. Nagut. Was mache ich nur damit? Erst einmal aufribbeln. Das ging bei der dicken Wolle ganz schnell.

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Grundsätzlich ist das Prinzip Filzen in der Waschmaschine schon ganz nett. Habe mal eine kleine Kindertasche gefilzt. Ich brauche vielleicht mal ein paar Hausschuhe hier. Für das Kind in Größe 30 und für mich in 41.

Dann ging es ans googlen und grübeln. Ich verstehe selten die Anleitungen. Das macht mcih auch wahnsinnig. Die Wolle ist für Nadelstärke 7 oder 8 würde ich sagen. Die Anleitungen empfehlen einen Part mit dem Nadelspiel zu stricken. Leider habe ich in dieser Größe gar kein Nadelspiel. Nagut. Dann also weitergrübeln und ein Modell entwerfen.

Vorher die Filzprobe. Der eigentliche Krimi. Beim Filzen schrumpft das Strickstück einige Prozent.

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Nachher so:

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Ich fasse zusammen. Die Filzprobe ergab also bei einem Strickstück von 10 Maschen 1 rechts 1 links und 10 Reihen ein Strickstück von 10cm Breite und 7cm Höhe. Nach dem Filzen war das Stück 7cm breit und 5,5cm hoch. Also so eine ungefähre Verringerung von 45%. Gut. Jetzt muss ich nur noch das Modell irgendwie entwickeln.

Inspiration, Style

Spontanes Kinderkleid

Aus Stoffresten habe ich in einer Nacht „mal eben“ ein kleines Kleid genäht. ich habe eine Anleitung gefunden, wie man selbst einen Raglanshirt-Schnitt entwirft.
Kinderkleid Raglan Schnitt

Nach dem Kopieren ging es los. die gelben Ärmelteile wurden angesteckt und dann genäht.

Kinderkleid Raglan Schritt 2

Jetzt war noch die große Entscheidung, ob zur Abwechslung noch eine Tasche auf das Vorderteil kommt. Jaaa. Das war innerlich ein klares ja. Ich habe in der Nacht ganz unbürokratisch aus einem Band und einem weiteren Rest gelbem Sweatstoff also eine Tasche ausgeschnitten und dann aufgesteckt.Das Ankerband gibt noch einen weiteren Akzent in rot. Ist dann nicht so trist.

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Erst als die Tasche am Vorderteil befestigt war, habe ich die Seitennähte geschlossen. Danach wollte ich den Vogeldruckstoff noch verarbeiten. Dieser Stoff wartet schon einige Wochen, ähm Monate auf seine Verarbeitung. Er wurde auch schon bespielt. Daher dachte ich, dass das sicher gut ankommen würde. Also mal eben 20cm Stoff breiter als der Umfang abschneiden und in Falten am Kleid feststecken. Drübersteppen: fertig. Jetzt noch den Saum an Ärmeln und Ausschnitt umsteppen: das Kleid ist fertig. Es ist ein schönes Stoffpotpourri.

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Inspiration

Nächster Halt: Horizont

Die Dokumentation zum Bremer Kunstfrühling 2014 ist jetzt online. Der Film „Nächster Halt: Horizont“ von Markus Wustmann ist ein Essay über die Künstler des diesjährigen Kunstfrühlings.

Hierzu habe ich ein vollkommen unjournalistisches Interview mit Markus geführt.

Blumenbrigadière: Lieber Markus, was soll das?
Markus: Was?
B: Denkst du, das merkt keiner?
M: Doch, davon bin ich eigentlich ausgegangen. Das es nicht so kam, ist natürlich der Hammer.
B: Die Dunkelheit der ewigen Umnachtung?
M: Eigentlich nicht. Eher eine Art Helicopterism (geiles Wort, habe ich bei Jörg Colberg gelesen). Echt jetzt: es gab in der ersten Drehbuchfassung Hubschrauber. Daher die Lichter. Um auf deine Frage zurückzukommen: das Licht ist wichtig! Nicht die Dunkelheit.
B: Und Leute, die neben die Kamera sprechen? Mal auf die Uhr geschaut? 2014!
M: Hey. Es gab ja auch eine Art Beauftragung, einen Auftraggeber. Und ich glaube auch, dass die schmutzigen Wände sonst nicht funktionieren würden. Obwohl nein, das glaube ich eigentlich doch. Ich werde es beweisen! Zur Not posthum.
B: Na dann. Sonst noch was?
M: Ich fände es gut, wenn mehr Federball in Parks gespielt werden würde. Ohne Federball aber mit Schlägern.
B: Danke für das Gespräch.
M: Bitte.

Alltag

Bluse

Es ist also ein unscheinbarer Kleinwagen. Geparkt in der östlichen Vorstadt. Soweit so unspektakulär. Der Kleinwagen parkt vor sich hin. Keine Spur von Losfahrabsichten, Personen. Nun ist auf der BeifahrerInnen-Seite aber ein riesiger Merkzettel. Riesig, weil A4, was für so Erinnerungen recht groß ist. (Ich spreche nicht von Blockwart-Mitteilungen zur Hausordnung oder anderen Aktivbürger-Zetteln, die einem den Alltag vergrämen. Nee. Hier steht klipp und klar was anderes: Bluse. Soll es noch in die Reinigung gehen? Ist es ein Codewort? Ein Nachname? Was soll das eigentlich. Irgendwie kunstvoll ist diese Blusenerinnerung. Gefällt mir.

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Style

Neue selbstgemachte Jogginghose

Dieser Schnitt aus dem Cut Magazin Nummer 10 hat es mir angetan. Einmal habe ich diese Jungs-Jogginhose in Eigenregie hergestellt. Ohne Taschen und Komplexitäten. Dann aber war im Nähkurs das Masterpiece an der Reihe. Diese wunderbaren Hosentaschen hätte ich nie, nie, niemals allein hinbekommen. Naja.
Das gelbe Exemplar habe ich hier schon vorgestellt. Jetzt wollte ich unbedingt noch einmal die Taschen lernen. Ich konnte mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Also los. Während des Blocknähkurses habe ich die Jogginghose in großen Teilen hergestellt und nun gerade fertig gestellt. Diesmal ist sie in der Farbkombi braun-apfelgrün entstanden.

Was die Taschen angeht. So habe ich ein paar Bilder gemacht. Vielleicht ist es so nachvollziehbarer.

Tasche absteppen

Tasche Einschneiden

Flieseline Innenseite Tasche

Tasche Jogginghose

Das Ergebnis sieht dann so aus:

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im Close-up kann man die Taschen gut erkennen:

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