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Blumenbrigadière

Musik

Songsketch Nummer 6 | 24 Songsketches 2018

Nikolauslieder. Nein. Das ist jetzt nicht möglich. Ein un-nikolausiger Nikolaus war das heute, aber nicht lausig. Sophie Hunger gibt heute den passenden Song für den ein oder anderen Gedankengang. „There is still pain left“. Albträume küssen.

Musik

Songsketch Nummer 5 | 24 Songsketches 2018

Dank Missy Magazine habe ich Dream Wife in meiner Playlist. Ich war auf der Suche nach energiegeladener Musik von Frauen. Das ist es, zum Beispiel. Und allein dieser Song „I am not my body I am somebody“. Wieviel Struggle wir immer erleben. Körperbild. Menschenbild. Hier also ein abstrakter, digitaler Zeichenversuch. Fröhlichen Prä-Nikolaus. Die Spannung steigt.

Dream Wife Songsketch Somebody

Dream Wife Songsketch

Musik

Songsketch Nummer 4 | 24 Songsketches 2018

Diese Reihenfolge, die Songs der letzte Tage. Ich kann es gar nicht erklären. Aus irgendeinem Grund ist das jetzt so. Ich hab mich in diese Songstimmung verliebt. Immer dann, wenn ich so eine Art verliebte Zuversicht brauche, die eigentlich einen liebeskummerischen Hintergrund hat, höre ich dieses Lied. In Schleife. Österreichisch höre ich auch sowieso ganz gern. Keine Ahnung, warum. Also. OEHL: Keramik heute.

Musik

Songsketch Nummer 3 | 24 Songsketches 2018

Und du? Diese Ungewissheit, irgendjemand legt den Hebel um. Der Knauf dreht sich und das Fenster kippt. Vielleicht geht es auch auf. Und dann? Raus mit dem Körper oder nur so halb. Es ist kalt. Lieber drinnen bleiben. Draußen kann eine*r kaputt gehen und sich im freien Fall das Herz brechen (lassen). In Unverbindlichkeit: und du schaust mir hilflos zu. „Und du (vol. ii)“ hat einen Gefühlsirrgarten festgestellt. So treffend. Trotzdem steht das Lied in keinem Zusammenhang zu meiner eigenen Verfassung. Schöner dritter Songsketch im Dezember 2018. Was kommt wohl morgen?
Drangsal Und du

Musik

Songsketch Nummer 2 | 24 Songsketches 2018

Das soll gar kein so trauriger Sonntag werden. Das Lied geistert aber seit ein paar Wochen durch meine Playlists. Normalerweise ist das wirklich nicht meine Musikrichtung, doch dieser Song hat es geschafft, mich 80 Kilometer in Dauerschleife zu fesseln. Ich denke, es hat mit einer bestimmten Art von Tristesse im Ostdeutschland der 90er Jahre zu tun. Ist nicht ganz mein Narrativ, aber irgendwie schon. Die Abwesenheit von aktionistischem positiven Denken. Ja. Keine*r sagt, dass alles gut wird, denn das Weltbild steht nicht nur Kopf, es ist alles offen, aber das auch alles möglich ist, fällt nicht sofort ins Auge.

https://soundcloud.com/dr-orgel/wodka-bar
Musik

Songsketch Nummer 1 | 24 Songsketches 2018

Heute starte ich den Songsketch-Adventskalender. Vierundzwanzig Tage lang gibt es einen Songsketch pro Tag. Wie der Name schon sagt. Ich beginne mit einem Ober-Ego Post, denn es handelt sich um einen Song von Dr. Orgel. Hier spiele ich selbst das Saxophon. Das Mädchen aus der Wodka Bar hatte einmal einen anderen Songtitel, als die Band noch instrumental unter dem Namen TekFu unterwegs war. Schwupps wurde es auch zur Intromusik des Spezialgelagerten Sonderpodcasts. Ja. Wer das Stück mal live hören möchte, kann heute in der Spedition zum Konzert von Dr. Orgel und Koona Phony vorbeischauen. 20 Uhr geht es los. Mein heutiger Ausgehtipp, sozusagen.

Ausgehtipps, Bremen

Die Abenteuer des Huckleberry Finn – erzählt von seinem Freund Jim

Huckleberry Finn und Jim sind unterwegs. Auf dem Weg in die Freiheit. Auf einem Floß soll es den Mississippi flußaufwärts nach Ohio gehen. Aus dem Joch der Sklaverei in die Welt, in der Menschen jeder Hautfarbe in Freiheit leben können. Eigentlich flieht Huck vor seinem Vater und Jim vor der herrschenden Sklaverei. Ihre Flucht bleibt nicht unbemerkt und so sind ihnen Kopfgeldjäger auf der Spur. Das Floß strandet. Gerade auch in dem Moment, in dem der Proviant knapp wird. An Land treffen sie Cordelia. Cordelia ist eine Theaterdirektorentochter und Teil des restlichen, maroden Theaterensembles. Ihre Geschichte inspiriert das Ensemble zu einem neuen Stück, das hoffentlich auch für Huck und Jim genügend Dampfergeld nach Ohio einbringt. Hauptsache nur, der verarmte Theaterdirektor erfährt nichts über das Kopfgeld und kommt in Versuchung, das flüchtende Gespann zu verraten.
So weit die grobe Geschichte. Weiterlesen

Ausgehtipps, Bremen

Hiatus | Tanz im Theater Bremen

Vibration, Stress und Gruppe. Nach einem Tag im intensiven Gespräch oder verbracht im Strudel der Businesskleinigkeiten und Kompetenzverschiebungen sitzen wir als Zuschauerinnen in Hiatus. Mein Tag war sehr gut. Klar bin ich gerade aufgewühlt, aber auch wohlwollend. Meine Begleitung hat sich gerade noch rechtzeitig aus dem Büro und einer Problemsituation ins Theater begeben. Handy aus, Licht aus. Jacke weg. Warum ich das erzähle? Weil wir uns in Hiatus in viele situative Micro-Konfrontationen begeben. Weiterlesen

Ausgehtipps, Bremen

Einunddreißig Skizzen – im Theater Bremen

Mit einunddreißig Skizzen zeigt das Theater Bremen eine historische Auseinandersetzung mit dem der eigenen Geschichte des Choreographischen Theaters. 50 Jahre nachdem der Österreicher Johann Kresnik das Choreographische Theater in Bremen gründete.

Sie liegen auch aus an diesem Abend. Start und Stop, ein Knacken. wie der Diaprojektor Kodak Carousel im Fluss. Nur nicht zeigen die Dias nicht die vorzeigbaren Erinnerungen, sondern Facetten von Angst, Macht, Gewalt, Disziplin, Zwang und Liebe. Liebe, überhaupt ein Thema ohne Antwort. Liebe am Abgrund der Verzweiflung und Einseitigkeit. Oder Bedrängnis.
Es ist mir ein Rätsel, wie man Choreographie plant. Gerade jene Skizzen erwecken eine in mir ein Aha Erlebnis. Genau so würde ich es starten und die Szenen planen. Denkt mensch an Skizzen, da erwartet manch eine*r Starre. Aber dem ist nicht so. Wir schwingen von Szene zu Szene. Nichts wird lästig. Nichts stört. Wir sind involviert. Die Wechsel sind transparent, vielleicht manchmal bewußt abrupt und sehr sichtbar – ohne jemals seltsam zu wirken.
Die Konfrontation mit unseren eigenen Gedanken ist tief. Erreicht uns in ergriffener, jedoch nicht beklommener Stimmung.
Läßt mensch sich auf diese Performance ein, so werden sich einige neue Nervenenden verbinden.
Ein frohes Gefühl, erzeugt durch die Reise in dunkle, graue, verquere Aspekte des Daseins, bleibt.

Hintergrund

Basis für die Choreographie sind die zeichnerischen Arbeiten von Johann Kresnik. Das Tanzkollektiv versucht anhand dieser Arbeiten ein Stück zu formen, dass Gegenwartsbezüge und Werksbezüge zum von Johann Kresnik in Bremen gegründete Choreographische Theater enthält. Vor 50 Jahren kam der Österreicher Johan Kresnik ans Theater Bremen.
Die 31 Skizzen liegen nach dem Stück aus und können bewundert werden.
Zum Hintergrund haben andere schon qualifiziert geschrieben.

Besetzung

Choreografie: Magali Sander Fett Mit: Neus Ledesma, Magali Sander Fett, Frauke Scharf, Anton Rudakov, Miroslaw Zydowicz, Jonas Wiese Musik: Jonas Wiese Bühne: Till Botterweck Kostüm: Lilly Bosse Licht:
Till Botterweck, Peter Schmidt Künstlerische Mitarbeit: Tomas Bünger
Projektmanagement: Ulrike Osten Koordination: Susan Barnett
Produktion: TanzKollektivBremen Koproduktion: Theater Bremen Gefördert von: Senator für Kultur, Karin und Uwe Hollweg Stiftung, Waldemar Koch Stiftung
Mit freundlicher Unterstützung der Schwankhalle

Termin:

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 20:00 Uhr im Theater Bremen